Was unterscheidet eine Facette von einer Kategorie?
Eine Kategorie ordnet Produkte in einen Sortimentsbereich ein, zum Beispiel „Gartenmöbel“. Eine Facette beschreibt eine auswählbare Eigenschaft innerhalb der Treffer, etwa „Material: Aluminium“. Mehrere Facetten lassen sich kombinieren, ohne dafür jede mögliche Kombination als eigene Kategorie anlegen zu müssen.
Die Suche beantwortet zunächst, wonach jemand sucht. Die Filter machen anschließend deutlich, welche Ausführungen dazu passen. Für einen Kunden kann eine klare Auswahl nach Sitzplätzen und Material wichtiger sein als eine lange Liste interner Produktgruppen. Welche Facetten sinnvoll sind, hängt deshalb vom Sortiment und vom jeweiligen Kaufentscheid ab.
Beispiel: Terrassenstuhl finden
Aus einer Suche nach „Gartenstuhl“ wird durch Material „Aluminium“, Farbe „Anthrazit“ und einen Preisbereich eine konkrete Auswahl. Alle drei Eigenschaften müssen am Produkt korrekt gepflegt sein; die Suche kann fehlende Herstellerangaben nicht zuverlässig erraten.
Einheitliche Werte machen Filter verständlich
Lege fest, welche Angaben als Textauswahl und welche als Zahlenbereich dienen sollen. Farben und Materialien sind typische Wertelisten. Maße benötigen einheitliche Einheiten: 50 Zentimeter und 0,5 Meter dürfen nicht als widersprüchliche Zahlen erscheinen. Produktkennungen mit führenden Nullen bleiben Text und gehören gewöhnlich nicht in einen Schieberegler.
Mehrfachwerte müssen als einzelne Werte ankommen. Ein Produkt kann beispielsweise für Innen- und Außenbereich geeignet sein. Im JTL-Plugin-Feed werden wiederholte Merkmalswerte als Liste übernommen. Ein wörtlicher Text mit Komma oder senkrechtem Strich wird nicht automatisch in fachlich getrennte Werte zerlegt. Prüfe solche Fälle in der Datenvorschau.
Filter in Grumeria gezielt freigeben
Ordne die gewünschten Produktfelder in deiner Datenquelle zu und gib ihnen eine passende Rolle. Nach erfolgreichem Import kannst du die Felder im Bereich „Filter“ aktivieren und beschriften. Ein technischer Name ist für die Zuordnung hilfreich, für Kunden aber selten die beste Überschrift. Verwende deshalb beispielsweise „Farbe“ statt „merkmal_farbe“.
Beginne mit den wichtigsten Filtern. Eine große Zahl kaum gepflegter Merkmale macht die Oberfläche schwerer verständlich. Setze häufig benötigte Eigenschaften an gut auffindbare Stellen und prüfe die Darstellung auf dem Smartphone. Entscheidend ist, dass Kunden ihre Auswahl erkennen, verändern und wieder entfernen können, ohne den Suchbegriff neu eingeben zu müssen.
- Drei bis fünf wichtige Kaufkriterien für einen Sortimentsbereich auswählen.
- Beispielwerte, Mehrfachwerte und Einheiten im Feed prüfen.
- Felder zuordnen, importieren und die gewünschten Filter aktivieren.
- Beschriftungen und Reihenfolge mit einer konkreten Produktsuche testen.
Kombinationen und Grenzen bewusst testen
Teste sowohl einen einzelnen Filter als auch eine Kombination aus mehreren Eigenschaften. Eine Auswahl kann korrekt leer sein, wenn keine Ausführung sämtliche Anforderungen erfüllt. Das ist etwas anderes als ein fehlender Import. Entferne in diesem Fall zunächst eine Bedingung und prüfe, ob die erwarteten Produkte wieder erscheinen.
Verfügbarkeit verdient besondere Aufmerksamkeit. „Bestellbar“, „auf Lager“ und ein konkreter Lieferhinweis bedeuten nicht dasselbe. Übernimm die tatsächlichen Feed-Angaben, statt Verfügbarkeit allein aus einer Mengenangabe abzuleiten. Auch Varianten sollten sauber getrennt bleiben: Eine verfügbare Größe macht nicht automatisch jede andere Größe verfügbar.
Bewährte Filterkombinationen kannst du als Ausgangspunkt für virtuelle Kategorien nutzen. Damit wird aus einer wiederkehrenden Auswahl eine gezielt eingebundene Produktliste. Die zugehörige Seite und ihre redaktionelle Beschreibung planst du weiterhin im Shop.