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Merchandising

Virtuelle Kategorien: Produktlisten aus Attributregeln erstellen

Eine virtuelle Kategorie ist eine gespeicherte Produktauswahl. Statt jeden Artikel einzeln zuzuweisen, beschreibst du die Auswahl mit einem Suchbegriff oder Regeln. So kannst du etwa Produkte eines Materials, einer Produktart oder eines Preisbereichs gemeinsam auf einer Shopseite zeigen.

In diesem Artikel

Wann sich eine regelbasierte Auswahl lohnt

Virtuelle Kategorien sind hilfreich, wenn sich eine Auswahl mit zuverlässigen Eigenschaften beschreiben lässt: „Aluminiumprofile für den Innenausbau“, „rote Gartentöpfe“ oder „Nassfutter mit einer bestimmten Proteinquelle“. Die Auswahl verwendet den aktuellen Suchindex. Neue oder geänderte Artikel werden nach einem erfolgreichen Feed-Import anhand derselben Regeln berücksichtigt.

Voraussetzung sind passend gepflegte Produktdaten. Eine Eigenschaft darf nicht allein deshalb als erfüllt gelten, weil sie irgendwo in einem Beschreibungstext auftaucht. Gerade Aussagen zu Zusammensetzung, Verträglichkeit oder technischen Anforderungen sollten aus eindeutigen, überprüften Attributen kommen. Ein Suchbegriff ist für thematische Orientierung geeignet, aber kein Ersatz für solche Nachweise.

Wie sich Regeln kombinieren lassen

In Grumeria kannst du einen Suchbegriff, Attributbedingungen oder beides verwenden. Verschiedene Attribute werden mit UND kombiniert: Ein Produkt muss jede Bedingung erfüllen. Mehrere ausgewählte Werte innerhalb desselben Attributs werden mit ODER verbunden. Zahlenfilter können einen unteren und oberen Grenzwert erhalten.

Jedes Attribut wird in einer Kategorie einmal verwendet; die passenden Werte wählst du gemeinsam aus. Aktuell sind bis zu zwölf Bedingungen möglich. Die verwendeten Felder müssen zuvor als öffentliche Filter aktiviert sein. Eine allgemeine Regel wie „Beschreibung enthält ausschließlich diesen Ausdruck“ oder frei formulierte Ausschlusslogik ist damit nicht gleichzusetzen.

Beispiel: Aluminiumprofile in zwei Farben

Material = Aluminium UND Farbe = Silber ODER Schwarz. Das ODER gilt hier nur innerhalb der Farbauswahl: Gesucht werden Aluminiumprofile, die silbern oder schwarz sind. Ein schwarzes Kunststoffprofil erfüllt die Materialbedingung nicht.

Vom Entwurf zur Produktliste im Shop

Lege im Bereich „Virtuelle Kategorien“ einen verständlichen Namen und eine eindeutige Kennung fest. Wähle die Bedingungen und kontrolliere die Vorschau mit bekannten Artikeln. Achte auf Produkte, die enthalten sein sollen, und auf ähnliche Produkte, die ausdrücklich nicht dazugehören. Du kannst außerdem festlegen, welche Filter innerhalb dieser Auswahl verfügbar sein sollen.

Die Produktliste bindest du anschließend mit dem vorgesehenen Einbindungscode in eine Seite deines Shops ein. Bei JTL erstellst beziehungsweise bearbeitest du diese Seite im Shop selbst. Grumeria erzeugt daraus nicht automatisch eine neue Kategorie in JTL-Wawi oder eine fertig veröffentlichte Shopseite.

  1. Produktfelder zuordnen, importieren und die benötigten Filter aktivieren.
  2. Virtuelle Kategorie als Entwurf anlegen und Suchbegriff oder Regeln auswählen.
  3. Vorschau, Sortierung und sichtbare Filter anhand konkreter Produkte prüfen.
  4. Kategorie freigeben, Produktliste auf der gewünschten Shopseite einbinden und mobil testen.

Was du für eine suchmaschinenfähige Seite zusätzlich brauchst

Eine eingebundene Produktliste ist noch keine vollständige SEO-Landingpage. Plane eine dauerhafte Shop-URL, eine passende Seitenüberschrift, eine hilfreiche Beschreibung und interne Links von relevanten Bereichen deines Shops. Prüfe auch, welche Inhalte im ausgelieferten HTML vorhanden sind und wie die Seite ohne bereits geladene Produktliste wirkt.

Die Grumeria-Liste wird im Browser geladen. Daraus folgt keine Garantie, dass Suchmaschinen alle Produkte oder Inhalte so indexieren, wie du es erwartest. Lege deshalb nicht wahllos Seiten für jede Filterkombination an. Eine eigene Seite sollte eine erkennbare Suchabsicht erfüllen und Kunden mit Inhalt und Auswahl tatsächlich weiterhelfen.

Kontrolliere die Auswahl regelmäßig nach Änderungen an Merkmalen oder Sortiment. Bleiben keine passenden Artikel übrig, benötigt die Seite eine sinnvolle Anpassung. Eine gespeicherte Regel nimmt dir die laufende Artikelzuweisung ab, aber nicht die redaktionelle Verantwortung für die Seite.

Mit einer klaren Produktauswahl beginnen

Erkunde zunächst Suche und Filter in der Demo. Für eigene Kategorien brauchst du anschließend die passenden Merkmale in deinem Produktfeed.

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