Was Fuzzy Matching leisten kann
Fuzzy Matching bedeutet, dass eine Suche nicht ausschließlich identische Zeichenfolgen miteinander vergleicht. Sie kann nahe Schreibweisen berücksichtigen, etwa wenn ein Buchstabe fehlt oder falsch eingegeben wurde. Grumeria verwendet Tippfehlertoleranz, um solche Abweichungen abzufangen. Ob daraus ein sinnvoller Treffer entsteht, hängt weiterhin vom Katalog und der gesamten Anfrage ab.
Ein Beispiel für einen Test ist „Waschmaschiene“ gegenüber „Waschmaschine“. Beide Eingaben sollten zum gleichen Produkttyp führen, sofern er im Sortiment vorhanden ist. Sehr kurze Begriffe und Kennungen verlangen mehr Vorsicht: Schon eine veränderte Ziffer kann ein anderes Modell bezeichnen. Mehr Toleranz ist deshalb nicht in jeder Situation besser.
Synonyme lösen eine andere Aufgabe
„Couch“ und „Sofa“ unterscheiden sich nicht durch einen Tippfehler. Wenn beide Wörter in deinem Shop dasselbe meinen, gehört die Beziehung in eine Synonymgruppe. Grumeria behandelt die Begriffe einer solchen Gruppe gegenseitig als Alternativen. Teste deshalb jede Richtung und nicht nur den Ausgangsbegriff.
Lege Synonyme nach fachlicher Bedeutung an. Eine Farbe ist kein Synonym für ein Material; ein Oberbegriff ist nicht immer mit einer bestimmten Unterart austauschbar. Auch Zubehör sollte nicht pauschal mit dem Hauptprodukt gleichgesetzt werden. Sonst kann eine Suche nach einem Gerät überwiegend Ersatzteile anzeigen, obwohl die Wortzuordnung technisch funktioniert.
Ein kleines, überprüfbares Beispiel
Teste eine Gruppe wie „Inbusschlüssel“ und „Innensechskantschlüssel“ an Produkten, die tatsächlich beide Begriffe erfüllen. Prüfe anschließend eine konkrete Größenangabe. Die alternative Bezeichnung soll helfen, ohne die gewünschte Größe bedeutungslos zu machen.
Produktnamen und Beschreibungen liefern den Kontext
Zusammengesetzte deutsche Wörter sind eine weitere Herausforderung. „Gartenschlauch“ enthält einen Produkttyp und einen Einsatzbezug. Grumeria bereitet solche Wörter anhand des Katalogs auf und berücksichtigt Wortbestandteile kontrolliert. Eine Suche soll dabei nicht beliebig auf einen einzelnen Wortteil reduziert werden, der zu einem anderen Produkt führt.
In der JTL-Feed-Vorlage werden Titel und Beschreibung als durchsuchbare Inhalte übernommen. Die Beschreibung wird nachrangig gewichtet. Sie kann ergänzende Anwendungen oder Begriffe liefern, ersetzt aber keinen präzisen Produktnamen. Ein Gerät sollte über seinen Namen gut erkennbar sein; eine lange Zubehörbeschreibung darf die fachliche Einordnung nicht übernehmen müssen.
Pflege auch Artikelnummern, Marken und Modellangaben konsistent. Bei technischen Produkten lohnt sich ein Test mit und ohne Leerzeichen oder Bindestrich. Ob ein bestimmter Fall bereits passt, lässt sich am eigenen Katalog zuverlässiger prüfen als mit dem allgemeinen Versprechen, jede denkbare Schreibweise werde automatisch verstanden.
So prüfst du die Suchqualität im eigenen Sortiment
Wähle zunächst fünf wichtige Produkte aus unterschiedlichen Bereichen. Beurteile neben der Trefferzahl vor allem die ersten angezeigten Artikel: Sind es passende Hauptprodukte, stimmt die Ausführung und ist der gesuchte Artikel gut erreichbar? Eine breitere Trefferliste ist nur dann hilfreich, wenn ihre Reihenfolge verständlich bleibt.
Wenn eine Anfrage scheitert, prüfe zuerst den exakten Namen und die importierten Felder. Erst danach entscheidest du, ob eine Datenkorrektur, ein Synonym oder eine Suchverbesserung nötig ist. Wiederkehrende Nulltreffer sind dafür gute Prüfhinweise, soweit sie mit entsprechender Einwilligung erfasst wurden.
- Exakten Produktnamen und Artikelnummer suchen.
- Einen typischen Tippfehler und einen geläufigen Alternativbegriff ausprobieren.
- Ein zusammengesetztes Wort sowie eine konkrete Modell- oder Größenangabe testen.
- Die ersten Treffer und unpassende Alternativen dokumentieren; nach einer Änderung erneut prüfen.