1. Übliche Formate: CSV, Tab-getrennt und XML
Die meisten Shopsysteme exportieren entweder eine Textdatei mit Trennzeichen oder eine XML-Datei. In einer CSV-Datei steht jedes Produkt in einer Zeile, die erste Zeile benennt die Spalten. Je nach Export trennt ein Komma, ein Semikolon oder ein Tabulator die Spalten. XML-Feeds fassen jedes Produkt in ein eigenes Element. Am weitesten verbreitet ist der Google-Shopping-Feed, eine RSS-2.0-Datei mit Feldern wie g:id, g:title und g:price.
Laut Google-Merchant-Center-Hilfe können Produktdateien Textdateien mit Tabulatoren (.txt oder .tsv) oder XML (RSS 2.0 oder Atom 1.0) sein, auch komprimiert als .gz, .zip oder .bz2. Als häufige Fehlerursachen nennt Google andere Zeichenkodierungen als UTF-8 oder UTF-16 und nicht geschlossene XML-Tags.
2. Die wichtigen Felder
Das Google Merchant Center verlangt für alle Produkte id, title, description, link, image_link, availability und price, für die meisten neuen Produkte zusätzlich brand. Die id darf bis zu 50 Zeichen lang sein, der Titel bis zu 150 und die Beschreibung bis zu 5.000. Die Verfügbarkeit nutzt feste Werte wie in_stock oder out_of_stock, Preise einen Punkt als Dezimaltrennzeichen und einen Währungscode, zum Beispiel 10.00 EUR.
Für eine Shopsuche machen einige weitere Felder viel aus: Artikelnummer oder GTIN, damit Kunden nach Nummern suchen können, Kategorie oder Produkttyp für Filter und Merkmale wie Farbe, Größe oder Material. Was nicht im Feed steht, kann die Suche weder finden noch filtern.
- Feed öffnen und prüfen, ob jedes Produkt ID, Name, Link und Preis hat.
- Prüfen, ob Artikelnummer oder GTIN, Marke und Kategorie gefüllt sind.
- Nach den Merkmalen suchen, nach denen deine Kunden filtern, etwa Farbe oder Größe.
3. Typische Fehler
Kaputte Umlaute (etwa „ü“ statt „ü“) bedeuten meist, dass die Datei in einer anderen Kodierung gespeichert wurde als angegeben. In XML-Feeds kann ein einziges nicht maskiertes Und-Zeichen im Produktnamen die ganze Datei unlesbar machen. In CSV-Dateien verschiebt ein Trennzeichen oder Zeilenumbruch innerhalb eines Feldes alle folgenden Spalten.
Auch Preise sind eine häufige Falle: ein Komma als Dezimaltrennzeichen, ein Währungssymbol im Feld oder ein leerer Preis bei Varianten. Prüfe außerdem, ob der Feed unter einer festen Adresse öffentlich erreichbar ist und aktualisiert wird, wenn sich Preise oder Bestände ändern.
4. Feed kostenlos prüfen
Der Grumeria-Feed-Check liest einen Feed von seiner öffentlichen Adresse und zeigt, wie viele Produkte er erkennt, welche Standardfelder vorhanden sind und wie gut eine Stichprobe von Produkten sie füllt. Er liest CSV mit Komma, Semikolon oder Tabulator, XML einschließlich Google-Shopping-Feeds sowie mit gzip oder zip komprimierte Dateien. Danach kannst du eigene Suchbegriffe testen. In einer Datenbank gespeichert oder importiert wird dabei nichts.
Findet der Check ID, Titel, Link und Preis, kann Grumeria aus dem Feed eine Suche aufbauen. Danach legst du fest, welche Felder durchsucht oder als Filter genutzt werden, und baust das Widget in deinen Shop ein.